1 Jesus wird zum Tode verurteilt.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. 27, 22-23.26: Pilatus sagte zu ihnen: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Messias nennt? Da schrien sie alle: Ans Kreuz mit ihm! Er erwiderte: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Da schrien sie noch lauter: Ans Kreuz mit ihm! Darauf ließ er Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen.
Vgl. auch Markus 15, 1-15; Lukas 23, 13-25; Johannes 18, 28-19, 16a.
2 Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. 27, 27-31: Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus, führten ihn in das Prätorium, das Amtsgebäude des Statthalters, und versammelten die ganze Kohorte um ihn. Sie zogen ihn aus und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Heil dir, König der Juden! Und sie spuckten ihn an, nahmen ihm den Stock wieder weg und schlugen ihm damit auf den Kopf. Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Mantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. Vgl. auch Markus 15, 16-20b; Johannes 19, 16b-17.
3 Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz.

Jesaja. 53, 4-6
4 Jesus begegnet seiner Mutter.

Lukas. 2, 34-35, 51
5 Simon von Kyrene hilft Jesus das Kreuz tragen.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. 27, 32: Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon; ihn zwangen sie, Jesus das Kreuz zu tragen.Vgl. auch Markus 15, 21; Lukas 23, 26.

Matthäus, 16, 24
6 Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.

Jesaja. 53, 2-3; Psalmen 27, 8-9
7 Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz.

Klagelieder. 3, 1-2, 9, 16
8 Jesus begegnet den weinenden Frauen.

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. 23, 28-31: Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder! Denn es kommen Tage, da wird man sagen: Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben. Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Deckt uns zu! Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?
9 Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz.

Klagelieder. 3, 27-32
10 Jesus wird seiner Kleider beraubt.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. 27, 33-36: So kamen sie an den Ort, der Golgota genannt wird, das heißt Schädelhöhe. Und sie gaben ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war; als er aber davon gekostet hatte, wollte er ihn nicht trinken. Nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen sie das Los und verteilten seine Kleider unter sich. Dann setzten sie sich nieder und bewachten ihn.

Vgl. auch Markus 15, 24; Lukas 23, 34; Johannes 19, 23-24.
11 Jesus wird ans Kreuz geschlagen.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. 27, 37-42: Über seinem Kopf hatten sie eine Aufschrift angebracht, die seine Schuld angab: Das ist Jesus, der König der Juden. Zusammen mit ihm wurden zwei Räuber gekreuzigt, der eine rechts von ihm, der andere links. Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: Du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen? Wenn du Gottes Sohn bist, hilf dir selbst, und steig herab vom Kreuz! Auch die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten verhöhnten ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen. Er ist doch der König von Israel! Er soll vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir an ihn glauben.

Vgl. auch Markus 15, 22-27; Lukas 23, 33; Johannes 19, 18-19
12 Jesus stirbt am Kreuz.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. 27, 45-50, 54: Von der sechsten bis zur neunten Stunde herrschte eine Finsternis im ganzen Land. Um die neunte Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lema sabachtani?, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Er ruft nach Elija. Sogleich lief einer von ihnen hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken. Die anderen aber sagten: Laß doch, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihm hilft. Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er seinen Geist aus. Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, erschraken sie sehr und sagten. Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!

Vgl. auch Markus 15, 33-41; Lukas 23, 44-49; Johannes 19, 25-30.
13 Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 19, 38: Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab.

Vgl. auch Matthäus 27, 57-59; Markus 15, 42-46; Lukas 23, 50-53.
14 Der Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt. Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. 27, 59-61: Josef nahm ihn und hüllte ihn in ein reines Leinentuch. Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg. Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber.

Vgl. auch Markus 15, 46-47; Lukas 23, 53-56; Johannes 19, 39-42.

 

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